Deutsche Meisterschaft 2013 vom 6.9.-8.9.2013 in Olching

Bild des Benutzers Franz Weller

Liebe Bogensportfreunde und Vereinskameraden, 

mit der Kreispokalmeisterschaft und dem Platzabbau am 5.10. endet nun die Freiluftsaison 2013 und ich finde nun endlich die Zeit etwas über den Verlauf der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in Olching bei München zu berichten. Im letzten Artikel hatte ich bereits über die Qualifikation von Daniel und mir berichtet. Damit war der Goldene Pfeil Herzberg mit zwei Sportkameraden in der letzten und damit höchsten Runde der Deutschen Meisterschaft im Bogenschiessen sowohl im Compound- als auch Recurvebereich vertreten! 

Im Gegensatz zur DM in Hohenhameln im Vorjahr, war das diesjährige Turnier mit runden 550 km (einfache Fahrt!) ein "wenig" weiter von Herzberg entfernt! Olching liegt in der Nähe von Fürstenfeldbruck im Einzugsbereich von München und ist gut über die A 7 bzw. A 7 - A 8 zu erreichen. 

Leider war es so, dass Daniel bereits am Freitag (6.9.) schiessen musste und ich erst am Sonntag und u.a. deshalb eine gemeinsame Fahrt nicht möglich war.

Die Sportanlage in Olching war schon einmal Austragungsort der DM im Bogenschiessen. Wer das Bogensportgelände der Schützen von Grün-Weiss-Kassel kennt, wird ein ähnlich Anlage ausmachen. Ein recht hoher Baumbestand schützt vor Wind und untergehender Sonne. Die Morgensonne kommt in Schiessrichtung von Rechts und damit fast so, wie auf unserem Platz in Herzberg! Die 60 (!) Scheiben standen vor einer Bewaldung und wir hörten schon beimEintreffen auf dem Platz etwas eigenartige Pfeif- und Kreischtöne aus dieser Richtung! Wie sich später herausstellte, und wir konnten es auch am Himmel über den Bäumen sehen, befindet sich dort ein Vogelpark.

Ich möchte es vorweg nehmen; das führte dann während des Schiessen unter den versammelten Schützen zu der einen oder anderen Bemerkung darüber, ob man nicht eine höhere Treffsicherheit in Richtung dieser befiederten exotischen"Freunde" erreichen könnte!!! Laughing Also, ich kann Euch beruhigen, wir haben dann doch weiter mit mehr oder weniger Erfolg auf unsere Scheiben geschossen. 

Es war übrigens bestes Turnierwetter! Die Temperaturen waren sommerlich warm und die Sonne schien bei leicht bewölktem Himmel!

Aufgrund eines für mich "angenehmen" Umstandes konnte ich eine Unterkunft im 33 km entfernten Nachbarort Unterschleißheim finden. Von dort aus gibt es eine relativ bequeme Anfahrt von nur fünfundzwanzig Minuten zum Turnierort. Der vorgenannte "angenehme" Umstand war, dass mir eine Klassenkameradin beim letztjährigen Klassentreffen in Göttingen erzählte, dort zu wohnen und mir die Unterkunft anbot, falls ich die Qualifikation erreichen sollte. Ausserdem hatte ihr Mann und das Enkelkind vor einem Jahr ebenfalls mit dem Bogensport begonnen, so dass auch sportliches Interesse gegeben war. Ich vermute mal, dass dieser Umstand ausschlaggebend für meine Qualifikation war!?InnocentWink

Meiner ursprünglichen Planung nach, wollte ich am Samstag anreisen, hatte dann aber kurz vorher noch das Angebot bekommen, das ganz Wochenende dort zu verbringen. Also fuhr ich bereits am Freitag morgen in der Hoffnung los, evtl. noch das Finalschiessen der Compounter mitzuerleben und hoffte auch, Daniel noch anzutreffen. Es wurde dann aber ein bisschen später und Daniel war bereits mit dem Schiessen durch und auf der Rückfahrt, wie er mir später berichtete. 

Ich habe mir dann sowohl das Finalschiessen der Compounter als auch das Finalschiessen der Schützen Recurve am Samstag angesehen. Zu den Compountern: Das Schiessen auf 50 Meter mit dem 6er Ring-Spot macht dem einen oder anderen doch noch "Probleme". Oder, anders ausgedrückt, es ist dem einen oder anderen noch nicht so angenehm! In jedem Fall aber ist es meiner Meinung nach noch nicht das letzte "Wort" bzw. der letzte/endgültige Austragungsmodus für die Compounter! Unbedingt aber ist es nach meinem Gefühl eine sehr starke psychische Belastung der Compounschützen gegeben! Wie meine ich das? Das Leistungsniveau bei den TOP-Schützen der Compounter ist so hoch, dass eine geschossene "9" schon nicht gut ist, eine "8" bedeutet schon fast verloren! Im Finale mit den 3 Pfeil-Passen ist die 30 eher die Regel! Ich will damit sagen, dass es kaum noch einen Spielraum gibt!!

Trotzdem ist es faszinierend mit anzusehen, wie immer wieder, Passe um Passe, diese Ergebnisse erzielt werden.

Zu unseren Ergebnissen: Daniel hatte den letzten Platz in der Schützenklasse Compound bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Bogenschiessen belegt. Ich denke, er war damit verständlicherweise nicht zufrieden! Es tröstet ihn wahrscheinlich auch nicht, wenn ich ihm sage, dass das Erreichen der Deutschen Meisterschaft das Ziel aller aktiven Bogenschützen in ganz Deutschland ist und wir beide (wahrscheinlich auch in Zukunft) mit dem Treppchen nichts zu tun haben werden! Trotzdem schmälert das nicht Deinen (unseren) Erfolg und lieber Daniel, wir waren dabei und werden auch versuchen, im nächsten Jahr mit dabei zu sein! 

Ich bin natürlich mit dem 13. Platz von 42 in meiner Klasse zufrieden und konnte mich mit immerhin 577 Ringen um 10 Ringe mehr als bei der Landesmeisterschaft Nds. verbessern. Es war auch mein bisher bestes Ergebnis in der Meisterschaftsrunde und ich möchte mich an dieser Stelle bei Ralli bedanken, der mich in den letzten Trainingstagen vor der DM auf dem Platz in Herzberg unterstütze und mit Verbesserungen an meiner Technik an dem Ergebnis anteil hat!! Lieber Ralli, ich konnte zwar noch nicht alles so umsetzen, wie Du es mir beigebracht hast, ..... aber, ich sehe da noch Möglichkeiten! Deshalb nochmals, besten Dank für Deine Unterstützung. Ich hoffe, wir können das schon in der diesjährigen Hallensaison weiterführen.

Mit sportlichen Grüßen, Franz

 

 

 

 

 

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